Donnerstag, 1. Juli 2010

NO8DO

Und nach vielen, vielen Blogs nun der letzte seiner Art: schon ist es um, das halbe Jahr, das vieles verändert hat. Als ich mein Erasmus-Motivationsschreiben abgeschickt hatte, hätte ich nie für möglich gehalten, wie wahr die gängigen Phrasen –Erfahrungen sammeln, andere Kulturen kennenlernen, Horizont erweiternblablabla- wirklich werden können.
Und weil ich so viel gelernt habe, will ich meine wichtigsten Erkenntnisse mit der Welt teilen:
Wichtigste Erkenntnis Platz 3: Andere Länder, andere Sitten.
Auf dem Klo nicht spülen oder sich die Hände waschen sind ungute Beispiele; Bartouren OHNE GLEICHEN und um 4 Uhr nachts zu fragen „wohin jetzt?“ dagegen sind lebenswert.
Wichtigste Erkenntnis Platz 2: Ignoranz ist auch ein Wert.
Dass der Spanier nur Spanisch kann und sonst keine andere Sprache, hält ihn nie von abwertenden Sätzen wie „du sprichst aber nicht gut Spanisch“ ab. Als Rache weigern sich die Franzosen, das r zu rollen und den Italienern ist die Aussprache völlig schnuppe.
Wichtigste Erkenntnis Platz 1: Es gibt so viele tolle Menschen.
Und zwar aus aller Herren Länder. Und man kann hundertmal sagen: die Amis… oder diese Franzosen…; irgendwann trifft man den liebenswertesten Amerikaner der Welt und schwupp, muss man alle seine wohlgepflegten Vorurteile über Bord werfen.
Es war also ein unvergleichliches Semester, mal mit überraschenden –joggen im Minirock-, mal mit schockierenden –von einem Opa angemacht werden-, aber vor allem mit tollen Erlebnissen, wie mit den besten Nicht-Mitbewohnern der Welt, den homies der casa del siglo XVI.
Und damit geht’s ab nach Hause, allen mit denen ich eine so gute Zeit hatte mit dem Taschentuch ein adiós winkend.
Y colorín colorado, este cuento se ha acabado.

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