Das Ereignis der Woche lautet: es hat aufgehört zu regnen! Obwohl der Winter noch nicht kampflos aufgeben will und es uns ein wenig kühler macht als angenehm, so ist es doch seit gestern frühlingshaft sonnig geworden – was die mitteleuropäische Haut gleich mit einem Sonnenbrand belohnt, jedenfalls bei Rainer, der seit Sonntag –das zweite Ereignis der Woche- mein Besuch ist.
Die Sonne wirkt auf die Spanier ein bisschen wie starker Espresso: alle rennen auf die Straße und stecken die Hälse in die ersten Frühlingsstrahlen. Aber dass Spanier sich eher ungern innerhalb von Wänden aufhalten wissen wir ja bereits.
Rainer und ich haben die Gunst der Stunde jedenfalls genutzt und sind im üblichen Touristen-Outfit ins Zentrum marschiert und haben von allem Fotos gemacht, was berühmt aussah. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich es immer noch nicht geschafft habe, die Kathedrale zu besichtigen – aber wer kann den ahnen, dass die schon um 17 Uhr schließt?!
Dafür weiß ich seit gestern, dass die Bars der Alameda –an dem Platz wohne ich- zu alternativ sind, um so etwas Triviales wie ein Fußballspiel zu übertragen und wenn doch, dann wird zur Halbzeit der Fernseher ausgeschaltet. Sehr zum Leidwesen mancher fußballbegeisterter Besucher.
Um dem Bild des typischen Erasmus-Studenten gerecht zu werden, wird auch heute wieder fortgegangen und am Wochenende ist ein Trip nach Granada geplant – keine Sekunde Verschnaufspause also zwischen Kirchen und Clubs für mich genussüchtigen, lebenshungrigen Austauschstudenten.
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