Die Familie hat es schließlich doch geschafft, mich in der Ferne zu besuchen und ist mit Verspätung und ohne restliche Nerven bei mir angekommen. Meine Vorbereitungen bestanden aus einigen Stunden putzen (um dem zentraleuropäischen Sauberkeitsempfinden entgegen zu kommen) und einem Kühlschrank voller Käse.
Zwei Tage lang holte ich dann mein Handfähnchen und das beste Touristen-Outfit heraus, um der Familie möglichst viele Seiten von Sevilla zu zeigen. Die Schwester zeigte sich sehr angetan von den Geschäften und meiner Kreditkarte, die Mama von den Tapas und dem Papa gefiel am Meisten, dass es hier schon zu Mittags ein Bier gibt. Einen Tag fuhren wir zur Abwechslung ins Bergstädchen Ronda und einen weiteren an einen wunderbaren, versteckten Strand an den Atlantik, was uns vor der unglaublichen Hitze mit Saharawind rettete, die in diesen Tagen Sevilla lahmlegte. Mittlerweile hat sich die Sauna-Temperatur wieder –für hiesige Verhältnisse- normalisiert, aber die Familie war dann fast froh, dass sie wieder ins regnerische Deutschland zurück ‚durfte’.
Und so bin ich wieder alleine – wobei ich hier natürlich nie alleine bin- und tu, was ich immer mache: Freunde treffen, Strandausflüge machen, Fortgehen und mich auch ab und zu freuen, dass sich mein Spanisch dann doch ein Stück verbessert hat. Also, von Level 0 auf 3 oder so =)
Langsam schleicht sich aber auch ein wenig Abschieds-Denken ein. Die ersten Freunde treten schon die Heimreise zurück in das reale Leben an, und ich kann immer noch nicht glauben, dass schon 4 Monate vergangen sein sollen… Aber um dem ganzen auch etwas Gutes abzugewinnen: Abschiede sind die perfekte Gelegenheit richtig feine Feste zu feiern!!
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