Wie ist das doch mit einer Beziehung: zuerst einmal ist man fast geblendet von all den tollen Eindrücken, bis man nach und nach auch die Dinge bemerkt, die einen in den täglichen Wahnsinn treiben… Ganz genau so geht es auch mit Spanien:
Am Anfang ist alles neu, es kribbelt beim ersten Date mit der großen, spanischen Stadt. Alles ist so anders, das Essen ist zu gut um kein schlechtes Gewissen aufkommen zu lassen und man lernt jeden Tag neue Leute aus allen Nationen dieser Welt kennen. Sprachbarrieren werden immer gerne überwunden, auch ohne gemeinsame Sprache, regnerische Tage sind „Sommerregen“, man verzeiht sogar eine viel zu hohe Schmutztoleranz der Spanier. Na ja, und wie es nun so ist wenn sich der Alltag in das schöne Leben einnistet, dann merkt man plötzlich, wie deutsch man ist und wie spanisch die Umgebung. Die Diskos sind oft mäßig spannend, das Essen macht dick und es macht einen verrückt dass man noch immer kein richtiges Spanisch kann weil hier alle sprechen als hätten sie einen schweren Sprachfehler (Andaluz!). Es wir lästig, dass die Leute –für mitteleuropäisches Empfinden- zu nah herangehen, wenn sie mit einem reden und dass das Vorurteil über aufdringliche spanische Machos mehr als bestätigt werden kann (das Vorurteil über gutaussehende, aufdringliche Machos dagegen nicht, zur Hölle). Und Kakerlaken in der Bar sind Lichtjahre jenseits der Toleranzgrenze…
Doch im Großen und Ganzen führen Spanien und ich eine sehr harmonische und immer noch aufregende, spannende Beziehung. Doch keine Angst, meine lieben deutschen (und österreichischen) Freunde, was als Affäre angefangen hat, wird auch eine solche bleiben – diese kleine Sommerliebe ist nicht von Dauer und endet als ein Fotoalbum voll Erinnerungen =))
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