Sevilla ist umwerfend, und auch die Leute, die ich hier kennenlerne machen dieses Auslandssemester zu einem unvergesslichen Erlebnis. Aber das Schönste, das Allerschönste ist einfach sie Sonne. Jeden Tag wenn ich Vormittag auf mein Rad steige –das bei einer unfreundlichen Begegnung mit den Straßenbahnschienen den Kürzeren gezogen hat - und mir auf dem Weg zur Uni oder zum Einkaufen der sonnenwarme Wind um die Nase braust…ach, das ist einfach ein tolles Gefühl.
Mittlerweile haben auch die Freiluft-Discos aufgemacht, bei denen unter Palmen getanzt wird – zu schade dass man anstrengende Leute da nicht hinaussperren kann…
Gestern hatte ich meinen ersten Vortrag vor einer Klasse – auf Spanisch! Ich dachte schon ich hätte es recht gut hinbekommen und war gerade dabei, mir selbst auf die Schulter zu klopfen, als die Professorin eine Frage stelle, die ich natürlich nicht beantworten konnte. Ein kleiner Tip für alle zukünftigen Erasmus-Studenten: schon einmal vor dem Spiegel das „ich versteh doch nichts, ich armer Austausch-Student aus einem fernen Land“-Lächeln üben – ihr werdet es oft genug brauchen…
Und so geht das spanische Leben dahin; die Hunde pinkeln auf die Straße und die Waschmänner waschen es jede Nacht ab; niemand zieht an der Uni seine Schuhe aus und die Spanier tragen immer noch lange Hosen; die Männer pfeifen einem auf der Straße hinterher und die Frauen tragen alle Stöckelschuhe. Aber das Wichtigeste was man über Sevilla wissen solle: geh niemals, aber auch niemals, nicht einmal wenn du sonst explodierst, hinter einen Busch ohne davor nachzusehen ob jemand dahinter schläft….
=)
ach ja, die nächsten Tage werdet ihr Ruhe vor mir haben: die Familie nistet sich in der Casa Tina ein und will unterhalten werden!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen