Sevilla ist umwerfend, und auch die Leute, die ich hier kennenlerne machen dieses Auslandssemester zu einem unvergesslichen Erlebnis. Aber das Schönste, das Allerschönste ist einfach sie Sonne. Jeden Tag wenn ich Vormittag auf mein Rad steige –das bei einer unfreundlichen Begegnung mit den Straßenbahnschienen den Kürzeren gezogen hat - und mir auf dem Weg zur Uni oder zum Einkaufen der sonnenwarme Wind um die Nase braust…ach, das ist einfach ein tolles Gefühl.
Mittlerweile haben auch die Freiluft-Discos aufgemacht, bei denen unter Palmen getanzt wird – zu schade dass man anstrengende Leute da nicht hinaussperren kann…
Gestern hatte ich meinen ersten Vortrag vor einer Klasse – auf Spanisch! Ich dachte schon ich hätte es recht gut hinbekommen und war gerade dabei, mir selbst auf die Schulter zu klopfen, als die Professorin eine Frage stelle, die ich natürlich nicht beantworten konnte. Ein kleiner Tip für alle zukünftigen Erasmus-Studenten: schon einmal vor dem Spiegel das „ich versteh doch nichts, ich armer Austausch-Student aus einem fernen Land“-Lächeln üben – ihr werdet es oft genug brauchen…
Und so geht das spanische Leben dahin; die Hunde pinkeln auf die Straße und die Waschmänner waschen es jede Nacht ab; niemand zieht an der Uni seine Schuhe aus und die Spanier tragen immer noch lange Hosen; die Männer pfeifen einem auf der Straße hinterher und die Frauen tragen alle Stöckelschuhe. Aber das Wichtigeste was man über Sevilla wissen solle: geh niemals, aber auch niemals, nicht einmal wenn du sonst explodierst, hinter einen Busch ohne davor nachzusehen ob jemand dahinter schläft….
=)
ach ja, die nächsten Tage werdet ihr Ruhe vor mir haben: die Familie nistet sich in der Casa Tina ein und will unterhalten werden!
Mittwoch, 26. Mai 2010
Montag, 17. Mai 2010
Und willst du, Spanien, die hier anwesende…..?
Wie ist das doch mit einer Beziehung: zuerst einmal ist man fast geblendet von all den tollen Eindrücken, bis man nach und nach auch die Dinge bemerkt, die einen in den täglichen Wahnsinn treiben… Ganz genau so geht es auch mit Spanien:
Am Anfang ist alles neu, es kribbelt beim ersten Date mit der großen, spanischen Stadt. Alles ist so anders, das Essen ist zu gut um kein schlechtes Gewissen aufkommen zu lassen und man lernt jeden Tag neue Leute aus allen Nationen dieser Welt kennen. Sprachbarrieren werden immer gerne überwunden, auch ohne gemeinsame Sprache, regnerische Tage sind „Sommerregen“, man verzeiht sogar eine viel zu hohe Schmutztoleranz der Spanier. Na ja, und wie es nun so ist wenn sich der Alltag in das schöne Leben einnistet, dann merkt man plötzlich, wie deutsch man ist und wie spanisch die Umgebung. Die Diskos sind oft mäßig spannend, das Essen macht dick und es macht einen verrückt dass man noch immer kein richtiges Spanisch kann weil hier alle sprechen als hätten sie einen schweren Sprachfehler (Andaluz!). Es wir lästig, dass die Leute –für mitteleuropäisches Empfinden- zu nah herangehen, wenn sie mit einem reden und dass das Vorurteil über aufdringliche spanische Machos mehr als bestätigt werden kann (das Vorurteil über gutaussehende, aufdringliche Machos dagegen nicht, zur Hölle). Und Kakerlaken in der Bar sind Lichtjahre jenseits der Toleranzgrenze…
Doch im Großen und Ganzen führen Spanien und ich eine sehr harmonische und immer noch aufregende, spannende Beziehung. Doch keine Angst, meine lieben deutschen (und österreichischen) Freunde, was als Affäre angefangen hat, wird auch eine solche bleiben – diese kleine Sommerliebe ist nicht von Dauer und endet als ein Fotoalbum voll Erinnerungen =))
Am Anfang ist alles neu, es kribbelt beim ersten Date mit der großen, spanischen Stadt. Alles ist so anders, das Essen ist zu gut um kein schlechtes Gewissen aufkommen zu lassen und man lernt jeden Tag neue Leute aus allen Nationen dieser Welt kennen. Sprachbarrieren werden immer gerne überwunden, auch ohne gemeinsame Sprache, regnerische Tage sind „Sommerregen“, man verzeiht sogar eine viel zu hohe Schmutztoleranz der Spanier. Na ja, und wie es nun so ist wenn sich der Alltag in das schöne Leben einnistet, dann merkt man plötzlich, wie deutsch man ist und wie spanisch die Umgebung. Die Diskos sind oft mäßig spannend, das Essen macht dick und es macht einen verrückt dass man noch immer kein richtiges Spanisch kann weil hier alle sprechen als hätten sie einen schweren Sprachfehler (Andaluz!). Es wir lästig, dass die Leute –für mitteleuropäisches Empfinden- zu nah herangehen, wenn sie mit einem reden und dass das Vorurteil über aufdringliche spanische Machos mehr als bestätigt werden kann (das Vorurteil über gutaussehende, aufdringliche Machos dagegen nicht, zur Hölle). Und Kakerlaken in der Bar sind Lichtjahre jenseits der Toleranzgrenze…
Doch im Großen und Ganzen führen Spanien und ich eine sehr harmonische und immer noch aufregende, spannende Beziehung. Doch keine Angst, meine lieben deutschen (und österreichischen) Freunde, was als Affäre angefangen hat, wird auch eine solche bleiben – diese kleine Sommerliebe ist nicht von Dauer und endet als ein Fotoalbum voll Erinnerungen =))
Dienstag, 4. Mai 2010
Das Leben wie es sein sollte
Und wieder einmal muss ich mir die Augen reiben wenn ich in den Kalender sehe: es ist schon Mai?! Langsam wird sogar uns gedankenlosen Erasmus-Studenten klar, dass man auch in Spanien für die Uni arbeiten muss –oder sollte. Ich sehe es aber nicht ein, mich vom Prüfungsmonat Juni schon im Voraus einschüchtern zu lassen, deshalb verbringe ich meine Tage mit dem, was man tun sollte wenn man jung ist: laue Abende auf Karodecken am Fluss oder auf der Dachterrasse, mit dem Klapperrad durch Sevilla fahren, weggehen bis es hell wird, Sandwiches und last-minute-Hausaufgaben im Park und natürlich vor allem an den Strand fahren! Am Wochenende haben wir unseren ersten Badeausflug unternommen – leider hatten wir nicht berücksichtigt, dass alle strandlosen Einwohner Sevillas am Maifeiertag die gleiche Idee hatten… Alles aber halb so schlimm, ein wenig ’kuschelig’ vielleicht am Strand, aber der Atlantik hat mich mit einer Wellenpracht entschädigt – auch wenn die Wassertemperatur noch um, sagen wir 15 Grad steigen darf…
Ein guter Zwischenstand also, mir geht es gut in Spanien, auch wenn ich mich natürlich dann wieder auf die Heimat freue! Ich hoffe euch allen geht es auch gut! (Denn: ein Blog ist ein One-Way Medium. Ich freue mich aber auch über Neuigkeiten von zu Hause per Mail! =) )
Ein guter Zwischenstand also, mir geht es gut in Spanien, auch wenn ich mich natürlich dann wieder auf die Heimat freue! Ich hoffe euch allen geht es auch gut! (Denn: ein Blog ist ein One-Way Medium. Ich freue mich aber auch über Neuigkeiten von zu Hause per Mail! =) )
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